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Führerscheinklasse S

Hier dürft ihr über ALLES plaudern, das nichts/wenig mit Modus zu tun hat. Ernsthaftes oder witziges :)
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bdarschi

Führerscheinklasse S

Beitrag von bdarschi »

Hallo,

ihr habt ja sicherlich von der neuen Führerscheinklasse S gehört die im Februar 2005 eingeführt werden soll, so können auch 16 jährige bereits "Leichtfahrzeuge" bis einschliesslich 350 kg fahren.
Neben den Quads können auch 350 kg schwere - zweisitzige "Autos" mit diesem Führerschein gefahren werden.

Was haltet ihr davon? Meint ihr den Leuten wird der Spass an diesen "Spassmobilen" schnell vergehen, oder würdet ihr selber solch ein Fahrzeug fahren? Usw. !





Ich persönlich halte von dem Führerschein reichlich wenig, auch wenn dadurch die Leute auf bestimmte "Spassmobile" geschult werden. Leider halte ich aber von diesen "Autos" reichlich wenig, die unter anderem von "JDM" (oder KDM) angeboten werden. (Der Hersteller ist mir bekannt, weil er seine Fahrzeuge im Baumarkt anbietet, wenn ich mich jetzt nich irre)

Hier ein Bericht aus der aktuellen "ADAC Motorwelt". wird vielleicht auch einige intressieren, da sie "Ganz klein gegen Klein" getestet haben. (JDM Albizia - Renault Twingo)

Ganz Klein gegen Klein

Leichtmobil gegen Kleinwagen


So ein Modell hatte der ADAC noch nie auf seiner Crashanlage; Ein Zweisitzer mit Kunststoffkarosserie, extrem leicht, ohne Sicherheitsdetails wie Airbags und Gurtstraffern. Wobei die Aufprallgeschwindigkeit in etwa der Höchstgeschwindigkeit des Mobils entsprach: 45 km/h. Was auf den ersten Blick als Diskussionsbeitrag zur Lösung innerstädtischer Parkplatzprobleme aussieht, ist in der Tat als Fortbewegungsmittel für Jugendliche ab 16 Jahren gedacht - zu verdanken haben wir das der Europäischen Union mit ihrer Führerscheinklasse "S", die zum Februar 2005 auch in Deutschland eingeführt wird. Damit kann anstelle Mofa Auto gefahren werden - allerdings mit einem Mini- Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern (Ottomotor; beim Diesel gilt eine Leistungsgrenze von 4 kW) einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h sowie einem Leergewicht von maximal 350 kg.
Anlass genug für den ADAC, die passive Sicherheit dieser Leichtmobile unter die Lupe zu nehmen. Aus dem Modellangebot fiel die Auswahl auf den Marktführer JDM Albizia. Sein "Gegner" im direkten Frontalaufprall: der Twingo von Renault, Klassiker der Kleinwagenklasse. Mit 40 km/h und 50% Überdeckung (seitlich versetzt) wurden sie, jeweils mit 2 Personen besetzt, aufeinander losgelassen - eine Simulation, die die häufigsten Unfallsituationen abdeckt.

Befürchtungen, die Reste des Albizia würden ohne weitere Nachbehandlung in die Wertstofftonne passen, erfüllten sich zwar nicht. Im Detail zeigten sich aber doch massive Schwächen in der Karosseriestruktur: So hält die Rahmenkonstruktion des Vorderbaus der einseitigen Belastung nur unzureichend stand. In Folge dringt die Radaufhängung in den Innenraum ein, die Fahrgastzelle reißt auf der linken Seite im Bereich der A-Säule auf. Armaturentafel und Fahrer-Dummy treffen besonders hart aufeinander: Einerseits wandert das Bauteil einschließlich Lenkrad (ohne Airbag!) zu stark nach innen, andererseits verlagert sich der Dummy wegen nachgebender Gurtverankerungspunkte zu weit nach vorne - gefährlich hohe Kopf -und Brustbelastungen sind das Resultat.

Deutlich im roten Bereich liegen auch die Belastungen an Knie, Unter -und Oberschenkeln - hervorgerufen durch die Verschiebung von Radaufhängung, Getriebe und Bremspedal in den Innenraum. Ein weiteres Gefahrenpotential stellt das scharfkantig gebrochene Armaturenbrett dar. Beim Beifahrer-Dummy sind die Belastungswerte am linken Oberschenkel sowie im Kniebereich erhöht. Abgerundet wird das Ergebnis durch den "abgeworfenen" Kraftstofftank, der seinen Inhalt ins Freie entlässt.
Der Twingo hingegen zeigt den aktuellen Stand der passiven Sicherheit in der Kleinwagenklasse: Dank seiner konstruktiven Auslegung und Doppel-Airbags bleiben alle Belastungswerte im unkritischen Bereich. Allenfalls das Knie des Fahrers wird leicht lädiert - eine bessere Abpolsterung der Lenksäule könnte auch das verhindern.


Das Urteil


Die Simulation des versetzten Frontalaufpralls hat die Schwächen dieser Leichtmobil-Kategorie deutlich gemacht. Obwohl mit dem Twingo als Gegner bewusst ein größen- und massenmäßig kleineres Modell ausgewählt wurde (mit "weichem" Vorderbau, womit ein Unfallgegner "geschont" wird), wird hier deutlich, dass die Insassenzelle des Leichtmobils dieser Belastung nicht gewachsen ist. So wie es dem Fahrerdummy ergangen ist, kann es für den Insassenschutz jedenfalls nur ein "ungenügend" geben.
Die gesetzliche Rahmenvorgabe mit maximal 350 kg Leergewicht für diese Fahrzeugkategorie spielt hier eine ungute Rolle. Für die Hersteller bedeutet das kompromisslose Leichtbauweise, was dazu führt, dass weder die Fahrgastzelle besonders steif ausgelegt werden kann noch gewichtsträchtige Sicherheitsausstattungen wie Airbags und Gurtstrammer an Bord sind. Ebenso wenig existiert ein seitlicher Aufprallschutz noch ein wirksamer Schutz beim Heckaufprall (beide Kopfstützenverankerungen brachen bei diesem Frontalcrash alleine durch ihre Eigendynamik aus ihrer Halterung).


Fazit

"Mit der neuen Führerscheinregelung, basierend auf den Bauvorschriften für Leichtmobile haben die EU-Bürokraten der Sicherheit auf unseren Straßen einen Bärendienst erwiesen" (so die ADAC-Motorwelt in Ausgabe 12/2004). Das Sicherheits-Defizit ist gewaltig, zudem hagelte es im ADAC-Autotest reihenweise schlechte Noten für dieses Leichtmobil, das mit über 11 000 Euro nicht einmal besonders billig ist.



hier ein bild

http://www.adac.de/images/ganz_klein_ge ... 101489.jpg

Habe den Artikel hier rein geschrieben, damit das Thema abgerundet wird ;) vielleicht weiss der eine oder andere auch noch garnicht was die "Klasse S" denn überhaupt ist.

Ich finde vor allem derb, wie das Auto regelrecht auseinander fliegt!

mfg bdarschi


ssvfan

Beitrag von ssvfan »

Bloß weg damit.
Wenn ich daran denke,meine Kinder sind mit so einem Teil unterwegs.
Bei den Chrash-Bildern.
Garnicht auszudenken,ein großes Fahrzeug ist im Unfall verwickelt,oder gar ein LKW.
Ich würde und werde meinen Kindern so ein Teil nie kaufen.
Wenn aber Freunde sowas haben,wird sich ein mitfahren leider nicht vermeiden lassen.
Das Thema Quad ist ganauso problematisch,auf Grund der Beschissenen Fahrphysik schon ein sehr heimtückisches Fahrzeug.
Man hat bisher nicht viel gutes über die Teile gehört.
Wenn ich an das Verhalten unserer Kids denke,werden einige Eltern bestimmt ihr blaues Wunder erleben.
Gott Sei Dank sind die Fahrzeuge recht teuer.
:shock:


bratmaxe

Beitrag von bratmaxe »

ja voll das seifenkistenauto ;)
vorallem mit nem crash gegen ein twingo hehe möcht garnicht wissen wie das gegen ein fetten benz ausgeht ...
bin letztens auch mal eine landstrasse nachts gefahren , nicht gerade langsam, und hab gedacht vor mir in reichlicher entfernung wär ein normales auto wegen den 2 rückleuchten. als ich dann irgendwann gemerkt hab das das ding superlangsam ist mußt ich extrem bremsen und wär dem fast reingeknallt da überholen gerad nicht ging. Dann hab ich auf der heckscheibe des miniautos son schild mit 25 gesehen. denk mal mit den 45km/h autos wird das nicht anders.
nene dann lieber ein roller da kann man mit 16 wenigstens 80km/h fahren und ist im ort oder stadt auch kein verkehrshindernis.


brat


Pino

Beitrag von Pino »

Als ich 16 war hätte ich mich sicher gefreut.
Heute weiß ich aber daß das was 16 Jährige bisher fahren dürfen schon gefährlich genug ist. Ich denke noch mit Schrecken daran wie ich als 18 Jähriger Auto gefahren bin. :roll:


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