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Wieder einmal: Ölwechsel!

Es rappelt und klappert? Irgendetwas funktioniert nicht so, wie Ihr Euch das vorstellt? Hier ist auch Platz für technische Informationen.

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quint

Beitrag von quint »

Mein Werkstattmeister, wie beschrieben, sagt was anderes.
Aber ´s hilft nix, in der Garantiezeit muss man´s machen wie vom Serviceheft gefordert.


dCi-Martin
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Beitrag von dCi-Martin »

Ahoi Hannes,

ja, der Ölwechsel wurde von dem Verkäufer des großen Renault Autohauses empfohlen und durchgeführt, bei dem ich MyMody gekauft habe.
Ja es wurde auch der Ölfilter gewechselt.

Ich habe bei allen meinen Neuwagen, drei Stück vor MyMody, nach ca 1.500 Km einen vorsorglichen Ölwechsel (mit Filter) durchführen lassen. Es soll zwar angeblich heutzutage nicht mehr nötig sein, aber ich denke, wenn man ein Auto ruhigen Gewissens wieder verkaufen will, sollte man die Ölwechsel und Inspektionen ernst nehmen und einhalten. Auch glaube ich, daß es immer noch Abrieb und Ähnliches während der Einfahrphase gibt und ein vorzeitiger Ölwechsel sinnvoll ist.

Viele Grüße

dCi-Martin


lfx

Beitrag von lfx »

Ich fahre ja schon lange Auto ( 40 Jahre ) und habe sie immer selbst gewartet. Aber mittlerweile bin ich der Meinung, daß man den von früher her gewohnten vorzeitigen Ölwechsel nicht mehr braucht. Warum?

Diese Gepflogenheit stammt aus den Zeiten, in denen die Motoren gar keine Ölfilter hatten ( VW - Käfer - nur Magnetschraube) oder ziemlich grobe Filter. Außerdem waren die Öle damals wesentlich " schlechter " in den Eigenschaften .

Das hat sich grundlegend geändert. Ich öffnete bei meinem ersten Megane ( BJ.98), als er damals erst ein halbes Jahr drauf hatte, aber 18000 km , den original ersten Ölfilter, als ich das Öl selbst nach dem Kauf wechselte. Ich wollte sehen, wieviel Metallabrieb oder Späne von der Herstellung vorhanden waren. Mit der Lupe war eigentlich kein Abrieb erkennbar, denn das Filtermaterial war braun vom Öl. Lediglich ein Metallsplitter ( etwa 0,75 mm ) war zu finden. Natürlich könnte dieser Splitter ohne Filter Unheil anrichten . Das hätte er aber auf seinem Weg ins Filter auch gemacht wenn es dumm gekommen wäre. Das heißt, hier würde also ein Ölwechsel auch nichts nützen wenn so etwas kurz nach Auslieferung passiert.

Mittlerweile sind die Filter so fein, daß sie zuverlässig Fremdkörper zurückhalten. Der beste Beweis dafür, daß die Sache funktioniert ist die Autoindustrie selbst. Kämen hier in der Garantiezeit Ausfälle wegen Abrieb vor, dann hätten die längst reagiert weil es ja ihr Schaden wäre.

Außerdem - soll euer Modus ewig leben?

lfx


Jonni

Beitrag von Jonni »

Hi Ifx!

Denn sag aber bitte auch, dass man früher mindestens 2 x im Jahr das Öl gewechselt hat. Im Frühjahr wurde ein SAE 50 Öl eingefüllt und im Herbst ein SAE 20 Öl. Mehrbereichsöle gabs noch nicht. Die Ölwechsel waren zudem alle 3.000 bis 5.000 km fällig. Das Problem heute liegt darin, dass die Verbrennung des Benzins/Diesels erheblich verbessert wurde. Es fällt kaum noch Abwärme an (siehe Diesel Zusatzheizer). Dies führt dazu, dass bei Kurzstreckenverkehr Wasser im Motor kondensieren kann, was wiederum zu einer Verbindung von Öl/Wasser führt. Wenn das Öl aber durch Wasser verdünnt wird, besteht die Möglichkeit, dass der Schmierfilm an hoch belasteten Stellen reissen kann. Also lieber einmal mehr das Öl gewechselt, als einmal zu wenig. Meine Meinung.

CU
Jonni


Hannes

Beitrag von Hannes »

Also Leute, das ist eine "unendliche Geschichte". :roll: Ich weiß und sehe das so:
heutzutage werden die Schmiersstoffe, (von Ölen kann man garnicht mehr
sprechen,) von verschiedenen Schmierstofffirmen für die jeweiligen Motorenhersteller für die jeweiligen Anforderungen, regelrecht "zusammengebraut". Das sind Basis - Öle, denen bestimmte Zusätze (Additive), beigemischt werden und dann "Spezifikationsnummern" erhalten. Vorausgegangen sind umfangreiche Versuche. Schmierstoffe auf syntetischer Basis, für höchste Ansprüche, hochwertige HD - Öle (Heavy Duty) für hohe Ansprüche und dann gibt es noch Schmierstoffe, für die nicht so anspruchsvollen Motoren. Die jeweilgen Auto- bzw. Motorenhersteller, geben Ihre Richtlinien an ihre Vertragswerkstätten weiter, die auch in den Bedienungsanleitungen stehen. Danach soll man sich grundsätzlich halten.
Besonders die, deren Garantieanspruch noch läuft :!: :!:
Soweit, so gut :!: Wie schon bemerkt, gibt es diverse Meinungen dazu.
Wer unsicher ist, soll sich an die Werkstatt halten, da ist man immer auf der sicheren Seite. Wenn aber Man(n) oder Frau etwas von der Technik verstehen können sie ohne weiteres den Ölwechel mit "Maßen"
überziehen, ohne daß Ihre geschundenen Maschinen kaputt gehen. :roll:
..denn sauteuer ist er schon, der "Schmierstoff".
Dieser Bericht resultiert aus meinen Erfahrungen, die ich in über 30 Jahren
als Verantwortlicher gesammelt habe. War vielleicht für Manche(n) doch ein bißchen interessant.

Beispiel: Resultat von Versuchen des Motorenherstellers (Mercedes) und des Schmierstoffherstellers, welches noch bis heute gilt: über 200 :!: Onmibusse laufen im Stadtverkehr, allerdings fast "rund um die Uhr", aber mit einem Ölwechsel-Intervall von 60.000 Km. 8)

..es ist ein umfassendes, "Weites Feld",...mit unseren Autos, jeder handele nach seinem Gewissen. :knie: :no:


rät, HANNES..


Jonni

Beitrag von Jonni »

Hi Hannes!

Dann sag Du aber bitte auch, dass es sich bei Ölen, die 60.000 km und länger im Motor bleiben, nicht um einfache HD-Öle handelt. Verwendet werden hier Öle der Klassifikation SHPD, UHPD und XHPD. Dies sind reine Lkw-Öle für Laufleistungen bis 100.000 km im Fernverkehr. Freigaben z.B. MB 228.5, MAN M 3277 oder Renault RXD.

CU
Jonni


Hannes

Beitrag von Hannes »

Ahoi jonni, du hast Recht, :oops: aber so in's Detail wollte ich gar nicht gehen, natürlich wollte ich niemand verleiten, seinen Saft 60.000 km im Motor zu belassen. Das hätte ich im Bericht weglassen sollen. Ich wollte nur für einige versuchen zu erklären, das Motoröl nicht gleich Motoröl ist und da du ja den Bericht genau gelesen hast, auch verstanden, daß ich technisch nicht so Versierten geraten habe, bei ihrer Werkstatt zu bleiben. Das mit den 60.000 km find' ich im Nachhinein, konnte mißgedeutet werden, bin aber überzeügt, daß die Meisten mich verstanden haben. :+:

....wenn jemand Recht hat,...hat er Recht :!: meint HANNES und freut sich auf weitere interessante Berichte, :arrow:

LG und SW


Rocky.Road
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Beiträge: 437
Registriert: Donnerstag 19. August 2004, 17:29
Wohnort: Köln

Beitrag von Rocky.Road »

Hm, für die Intervallüberziehungsfetischisten gab es vor vielen Jahren mal eine schöne Anzeige auf den Plakatwänden:

"4 Liter Markenöl: DM XX,-

Ein Austauschmotor: DM X.XXX,-"


lfx

Beitrag von lfx »

Macht euch doch keinen Kopf wegen ein paar km Ölwechsel-Überziehen. Daran ist noch kein Motor kaputt gegangen. Die sterben nur, wenn zu wenig Öl drin ist. An der Ölwechsel-Hysterie verdienen doch nur die, die Öl verkaufen.

In meiner Firma haben wir als Botenauto einen uralten VW-Polo ( ca. 15 Jahre alt.) Diese arme Kiste hat als Motoröl uralte schwarze Brühe, die nie gewechselt wird. Bei
der Extremkurzstrecke ( zig-mal am Tag) wird die auch noch getreten. Trotzdem - der Motor zieht und läuft gut -. unglaublich. Dabei sieht die Maschine aus, als ob sie vom Schrott käme.

Ich bin also überzeugt, daß man einen Ölwechsel ohne Bedenken auf die doppelte Strecke ausdehnen könnte ohne negative Auswirkungen auf den Motor. Und wenn ein wenig Kondensat am Öldeckel haftet heißt das noch lange nicht daß das ganze Öl so aussieht.

Aber es soll ja Autofahrer geben, die fühlen sich selbst körperlich dann wohler nach einem Ölwechsel ...

lfx


Black Mode

Beitrag von Black Mode »

Rocky Road hat geschrieben:Hm, für die Intervallüberziehungsfetischisten gab es vor vielen Jahren mal eine schöne Anzeige auf den Plakatwänden:

"4 Liter Markenöl: DM XX,-

Ein Austauschmotor: DM X.XXX,-"

Genau! Und diese Aktion war gesponsort von Mobil, Castrol usw.......! 8)
Habe beim BMW meinen Service immer um gut 3000 - 5000 km überzogen. Das mit dem exakten Intervall ist ausgemachter Schwachsinn und eine Riesenkundenverarsche. Wichtig ist den Ölstand zu kontrollieren.
Was mich stinkig macht, ist daß die Schwachmaten von Franzosenkonstrukteuren es noch nicht mal schaffen, einen Betriebsstundenzähler und Fahrdatenspeicher zu integrieren, der einen realistischen Servicetermin ausspuckt. Schließlich war der Preis für den Modus alles andere als niedrig für das was drin ist.
Dieses Auto hat einen technischen Stand von Anfang der 90er!!! Aber einen aktuellen Preis! :shock:
Naja, die französischen Studenten hängen ja auch mehr demonstrierend auf der Straße als etwas für eine gescheite Ausbildung zu tun. 8)
Was mich noch mehr stört, ist, daß wir bei unserem Modus jetzt 1 Monat vor Ablauf des ersten Jahres ständig dieses Schraubenschlüsselsymbol vor der Nase haben.
Die Ölwechselverarsche hat eigentlich schon im Prospekt begonnen: Renault verspricht vollmundig "Ölservice erhöht auf alle 20.000 km". Im Kleingedruckten stand dann "oder einmal im Jahr". :baeh:
Ich bleibe dabei! War unser erster und letzter Franzose!


Jonni

Beitrag von Jonni »

Hi Black Mode!

So was kannst Du z.B. bei VW ab Typ Polo bekommen. Öl dann allerdings nur Longlife 2 bzw. Longlife 3 nach VW-Norm 504.00 oder 507.00. Bei Kauf in der Werkstatt pro Liter ca. € 18,--. Im Internethandel mit Glück pro Liter € 9,--. Das gleiche gilt für Ford, Opel, DC, BMW etc. Du siehst, alles hat seine zwei Seiten. Und im übrigen find ich es klasse, dass unsere französichen Nachbarn nicht (treudeutsch) die Klappe halten, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Manchmal hilft der "Druck der Strasse", um Politikern zu verdeutlichen, von wem sie legitimiert wurden und wem sie zu dienen haben.

CU
Jonni


homer

Beitrag von homer »

Black Mode hat geschrieben:Was mich noch mehr stört, ist, daß wir bei unserem Modus jetzt 1 Monat vor Ablauf des ersten Jahres ständig dieses Schraubenschlüsselsymbol vor der Nase haben.

Ab wann zählst du denn? Dein Modus kann ja nicht wissen, wann du das Auto zugelassen hast.


Black Mode

Beitrag von Black Mode »

Jonni hat geschrieben:Und im übrigen find ich es klasse, dass unsere französichen Nachbarn nicht (treudeutsch) die Klappe halten, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Manchmal hilft der "Druck der Strasse", um Politikern zu verdeutlichen, von wem sie legitimiert wurden und wem sie zu dienen haben.

CU
Jonni

Hi Jonni,

im Grunde gebe ich dir Recht, daß wir deutschen viel zu oft und zu lange die Klappe halten. Aber achte auch mal bei den Fernsehaufnahmen der Krawalle in Frankreich auf die Leute, die da Rabatz schlagen. Auch wenn ich jetzt vielleicht oberflächlich rüberkomme: Tagediebe, Taugenichtse und Dauerstudenten lassen da hauptsächlich ihren Dampf ab. Und wenn es um die Normierung des französischen Baguett gehen würde. Du wirst die gleichen Leute Steine werfen sehen. 8)

Sorry, off-topic.

Gruß

Stefan


Black Mode

Beitrag von Black Mode »

homer hat geschrieben:
Black Mode hat geschrieben:Was mich noch mehr stört, ist, daß wir bei unserem Modus jetzt 1 Monat vor Ablauf des ersten Jahres ständig dieses Schraubenschlüsselsymbol vor der Nase haben.

Ab wann zählst du denn? Dein Modus kann ja nicht wissen, wann du das Auto zugelassen hast.

Unser Modus war nagelneu. Heißt: erste Inbetriebnahme ud EZ liegen nicht allzuweit auseinander.
Vielleicht hat's ihm meine Frau ja auch in den Auspuff gebrüllt. :D

Gruß

Stefan


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